FACING HISTORY - Kulturgeschichte im Dialog


Interaktive Skulpturen - Antikensammlung Bern

Mit dem Pilotprojekt erschliessen die Ausstellungsmacher faszinierende neue Wege der digitalen Kulturvermittlung. Interaktive Medien wie Spracherkennung, Emotionsanalyse, Mimikerkennung und Videomapping, ermöglichen das direkte Gespräch mit den historischen Skulpturen. Ein zehnköpfiges Team von Schauspielerinnen und Schauspielern hat bei der Entstehung der Ausstellung mitgewirkt. In insgesamt zwölf interaktiven Videoinstallationen verleihen sie den antiken Statuen und Büsten ihre Stimmen, ihren Ausdruck und eine zeitgenössische Sprache. Auf diese Weise treten die Skulpturen in einen poetischen Dialog mit dem Publikum. Die griechischen Gottheiten Hermes, Aphrodite, Apollon und Athena können über ein Mikrofon direkt ‹angesprochen› und zu ihrer Geschichte befragt werden. In prägnanten Videosequenzen erläutern die olympischen Gottheiten ihre Bedeutung in der griechischen Mythologie und nutzen die Gelegenheit um auch aktuelle Themen der Gegenwart anzusprechen.


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Bildungsprojekt mit Modellcharakter

Das Ausstellungskonzept wurde von den Medienkünstlern Franticek Klossner und Marc-André Gasser entwickelt und in Zusammenarbeit mit der Archäologin Elena Mango unter Mitarbeit von Cinzia Marti und Josy Luginbühl in der Antikensammlung umgesetzt. Das transdisziplinäre Projekt wurde im Rahmen des Wettbewerbs zum Förderakzent «Kultur.Digital» vom Amt für Kultur des Kantons Bern als modellhaftes Vorhaben im Bereich der digitalen Kulturvermittlung ausgezeichnet. Mit dem Förderakzent «Kultur.Digital» unterstützt der Kanton Bern herausragende Projekte, die eine breite kulturelle Teilhabe ermöglichen und neue Perspektiven der digitalen Kulturvermittlung erschliessen. Die Ausstellung bereichert nicht nur das Kulturangebot der Stadt Bern, sie leistet auch einen sehr aktuellen und wichtigen Beitrag an das überregionale Bildungsangebot für Schulklassen aus der gesamten deutschsprachigen Schweiz. Sie vermittelt sowohl kulturelle Themen wie auch Themen der Digitalisierung und verbindet beide Bereiche mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen. Das digitale Zeitalter trifft auf seine Kulturgeschichte. Die digitale Transformation und ihr Einfluss auf unseren Alltag werden direkt physisch erlebbar. Neue Technologien können im spielerischen Dialog mit den antiken Skulpturen erprobt und reflektiert werden. Dadurch wird die Medienkompetenz in pädagogisch attraktiver Weise gestärkt und gefördert.


Hans Ulrich Glarner

Amt für Kultur des Kantons Bern

Förderakzent KULTUR.DIGITAL


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Eröffnungsfeier Universität Bern: Hans Ulrich Glarner, Amt für Kultur des Kantons Bern

Eröffnungsfeier im Hauptgebäude der Universität Bern

Freitag, 7. Juni 2019, 18.30 Uhr

Es sprachen:

Prof. Dr. Silvia Schroer, Vizerektorin der Universität Bern

Hans Ulrich Glarner, Vorsteher Amt für Kultur des Kantons Bern

Prof. Dr. Stefan Rebenich, Dekan der Phil.-hist. Fakultät der Universität Bern

Prof. Dr. Elena Mango, Direktorin Antikensammlung Universität Bern


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Eröffnungsfeier Facing History: Prof. Dr. Elena Mango, Antikensammlung Universität Bern

Digitale Kulturvermittlung

Im Fokus der Ausstellungsthematik steht die Auseinandersetzung mit der eigenen Kulturgeschichte und Gegenwart. Ausgehend von historischen Anknüpfungspunkten wie der griechischen Mythologie, werden aktuelle Themen wie Diversität, Gleichstellung, interkulturelle Kompetenz und gesellschaftlicher Zusammenhalt in einen übergeordneten kulturellen Kontext gestellt. Verbindende Werte, wie sie sich ausgehend von der Renaissance, der Aufklärung und der Reformation bis hin zu den Prozessen der Emanzipations- und der Gleichstellungs-bewegung herausgebildet haben, werden in leicht zugänglicher und begeisternder Weise vermittelt. Durch die interaktiven Präsentations-formen die das Publikum zur Partizipation anregen, wie auch durch die ausdrucksstarken Videoperformances der mitwirkenden Schauspielerinnen und Schauspieler, bietet die Ausstellung ein äusserst lebhaftes und unkonventionelles Kulturerlebnis.


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Digitale Spracherkennung: Die olympischen Gottheiten Aphrodite, Apollon, Hermes und Athena beantworten die Fragen des Publikums.

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Mimikerkennung und Emotionsanalyse: Die Stimmungslage der Besucherinnen und Besucher wird vom interaktiven Orakel gedeutet.

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Dynamisches Videomapping: Interaktive Szenografien involvieren das Publikum.

Transdisziplinäres Pilotprojekt

Medienkunst - Kulturgeschichte - Digitalisierung

Das Ausstellungskonzept wurde von den Medienkünstlern Franticek Klossner und Marc-André Gasser entwickelt und in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Elena Mango, Dr. Josy Luginbühl und Cinzia Marti in der Antikensammlung der Universität Bern umgesetzt. Durch die transdisziplinäre Zusammenarbeit ist eine höchst innovative Ausstellung entstanden, in der sich die verschiedenen Bereiche der Geisteswissenschaften, der Kunstformen und der Digitalisierung gegenseitig bereichern. Während sich der Initiant des Projekts, der Künstler Franticek Klossner, dem inhaltlichen Konzept, der Szenografie, dem Drehbuch und der Schauspielführung widmete, entwickelte Marc-André Gasser die Software in den Bereichen Speech Recognition, Dynamic Video Mapping, Facial Expression Detection und Emotion Analysis, sowie die Hardware zur technischen Umsetzung der insgesamt zwölf interaktiven Videoinstallationen. In den wissenschaftlichen Gebieten der Kulturgeschichte, der Archäologie und der Philosophie, wurden die Medienkünstler von Prof. Dr. Elena Mango, Dr. Josy Luginbühl und Cinzia Marti unterstützt und beraten.


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Umgeben von Zuhörern wie Homer, Sophokles und Platon, verleiht die Philosophin Rebekka Reinhard dem Abbild der Dichterin Sappho eine Stimme der Gegenwart.

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Barberinischer Faun: Der Schauspieler Johannes Schumacher verleiht der Skulptur seine Stimme, seinen Ausdruck und eine zeitgenössische Sprache.


Bildung Kanton Bern - Förderakzent Digitale Kulturvermittlung